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Glocken
Weiterstadt Glocken

Über die Kirchenglocken in Weiterstadt hier bald mehr...

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. April 2014 um 15:55 Uhr
 
Gräfenhausen Glocken

 

 

Die Glocken

 

Über den Ankauf einer Glocke wird erstmals im Jahre 1662
berichtet:
»Ich unterschriebener bekenne hiermit, daß die Christliche
Gemeine zu Grebenhaußen eine Glocke von mir gekauffl,
hat gewogen 307 Pfund. Ist auch alsbald völlig bezahlet worten.

Überdies so thue ich ihnen ein Jahr diese Glocken gut
versprechen, woflern es in einem Jahr zerspringen
möchte und an meiner Arbeit der fehler zu erkennen ist.
Sofern aber die Glocke
möchte schaten bekommen
durch den schmit oder schlosser, der es beschlagen thut,
daß er etwan ein Ohr möchte abschlagen oder den klippel in
sein gebürliches Ort nit last anschlagen, darmit die Glocken
möchte schaten bekommen, so mag man mir den schaten
nit zumessen, sondern deme, der den schaten gethan hat.

Geschen in Franckfurt Mittwochs
den 13. Novembris anno 1662

Johann Wagner Stück- und
Glockengiesser
in Franckfurt.,<

 Als die oben erwähnte Glocke im Jahr 1745 zersprungen ist, bestellte ein Ausschuss der beiden Gemeinden Gräfenhausen und Schneppenhausen im Beisein des Zentgrafen eine neue Glocke und verabredete die Kostenverteilung auf die Beteiligten »weillen aber die Nothwendigkeit eine düchtige Glock die Uhr zu fahren sein muß".
Diese zweite Glocke wog statt fünf dann sechs Zentner, hatte auch einen schlechten Klang, so dass der Frankfurter Glockengießer eine andere dritte beschaffte, die in Gewicht und Klang der ersten nahe kam. Dieses Glockenabenteuer kostete, wenn wir Glockenstuhl, Glockenguss, Glockentransport, Zinsen, Arbeitsentlohnung und Verpflegungsspesen zusammennehmen, die Summe von 267 Gulden und 21 Albus.
Davon hatte der Superintendent als kirchliche Aufsichtsbehörde 50 Gulden übernommen, den Rest zahlten die beiden bürgerlichen Gemeinden (Gräfenhausen 2/3 und Schneppenhausen 1/3). Das Schicksal der Gräfenhäuser Glocken
spiegelt die Wechselfälle der Geschichte wider. Bereits im Jahre 1768 mußte wieder eine neue Glocke angeschafft werden; ihr Durchmesser betrug 88 Zentimeter, das Gewicht 440 Kilogramm. Sie hängt jetzt schon über 200 Jahre an ihrem Platz.

Im Jahre 1841 kam eine zweite Glocke hinzu (Gewicht 156 Kilogramrn) und 1856 eine dritte von 261 Kilogramm. Diese beiden Glocken wurden im Ersten Weltkrieg (1917) nach einem feierlichen Gottesdienst abgeliefert, weil das Metall für Kriegsmaterial
benötigt wurde (Vergütung 3,50 Mark à Kilogramm).

Ankunft der Glocken 1925


Im Jahre 1925 wurden zwei neue Glocken, 318 und 217 Kilogramm schwer, gekauft , die im Jahre 1941 bei Nacht und Nebel abgeholt und eingeschmolzen wurden. Die neuen Glocken, die seit dem Kirchweihsonntag 1952 unser Geläut bereichern, sind einmal eine Leihglocke aus der evangelischen Kirche in Pritter auf der Insel Wollin (Pommern), die aus dem Jahr 1847 stammt, 215 Kilogramm wiegt und den Namen »Heimatglocke« trägt, und zum andern eine neue Glocke von 280 Kilogramm Gewicht, die 1952 in Sinn gegossen wurde. Sie ist den Gefallenen der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945 gewidmet und heißt »Gedächtnisglocke für die Gefallenen.

Unsere drei Glocken haben das so genannte Gloria-Geläut mit den Tönen a-h-d.

Die Ankunft der neuen Glocken (1952);

Ankunft der Glocken 1952

Links die Leihglocke aus Pommern, rechts die neue Glocke. Wie lange die Gräfenhäuser Kirchweih (Kerb), die jetzt auf den Sonntag nach Michaelis (29. September) fällt, schon gefeiert wird, ist nicht mehr festzustellen. Wir dürfen aber mit Sicherheit annehmen, dass sie in ursächlichem Zusammenhang mit der Erbauung eines Gotteshauses oder der Erinnerung daran steht. Die erste urkundliche Erwähnung unserer »Kerb« geht in das Jahr 1683 zurück. Es heißt da:

»24 Albus verzehrten vier Mann, sind zu Darmstadt gewesen, wegen der Kirb, so s,'e uff Midwochen ist kommen.« Wahrscheinlich wollte man sie auf einen Sonntag verlegen.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. März 2016 um 21:50 Uhr
 


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